logo

bild

Vernissage: Dienstag, 17. November 2026 um 18:00 Uhr

Ausstellung läuft bis 24. November, täglich von 13:00 bis 19:00 Uhr

Finissage: Dienstag, 24. November 2026 um 18:00 Uhr

In der Galerie Contemplor 

Kalvarienberggasse 46, 1170 Wien

Geöffnet von 18.11. bis inkl 24.11.2026 täglich von 13:00 bis 19:00 Uhr

 

Online-PREVIEW auf kunstsammler.at

 

Aigerim Beken

Silvia Bitschnau

Michael Bottig

Silvia Ehrenreich

Reinhard Fuchs

Peter Gastgeber

Helenna Jouja

Helmut Kand

Solange Keschmann

Harold Khan

Gerhard Knolmayer

Stefan Kohlhofer

Tonia Kos

Igor Leontjew

Ilona Lesnaya

Eva Meloun

Regina Merta

Georg Popper

Masata / Pigmento

Sergej Potapow

Jewgenij A. Rastorgujew

Mina la Verde

Ljudmila Warlamowa

Andreas Wurzinger

Christa Zugmayer

Tuma Friedensengel small

Bild Adolf Tuma

Unsere Welt versinkt immer mehr im Chaos und Verderben. Der Friedensengel breitet schützend seine Flügel aus und zerbricht die Pfeile, die Blut und Tod bedeuten.

Bild Friederike Hubatschek

Hubatschek 250

 

In meinen Arbeiten verschwimmt die Trennlinie zwischen Gattung und Technik. Eindeutigkeit und Herausforderung sollen nebeneinander bestehen. Das Hauptanliegen meiner künstlerischen Arbeit ist die primär weibliche Wahrnehmung der gesellschaftspolitischen Realität und die Ausformung einer dementsprechenden Haltung. Die Basis dafür bildet für mich die Erforschung der feministischen Literatur und die kritische Auseinandersetzung mit dem herrschenden patriarchal geprägten Zeitgeist.

 

Bild Ketsela Wubneh-Mogessie

Inspiriert von der Wahrnehmung unserer Erde, von Natur, Technik und tiefen Emotionen, entstehen meine Werke auf vielfältigen Untergründen. Sie wurzeln in einer abstrakten Landschaft, die von Naturgewalten, Politik und dem gesellschaftlichen Gefüge geformt wird. Im Spannungsfeld zwischen ordnendem Kosmos und wildem Chaos spiegeln die Arbeiten menschliche Schicksale und leuchtende Hoffnung wider. Denn während der Mensch Unruhe in die Welt trägt, führt die Natur alles stets in ihr ureigenes Gleichgewicht zurück – ein ewiges Spiel aus Verwirrung und Balance.

Ketsela 250

Mit einer Symbiose aus Acryl, Sand, Mixed Media und geometrischen Formen erfassen die Werke den Zustand unserer Welt. Kraftvolle Farbflecken fließen in harmonische Kompositionen und setzen bewusste Kontraste, die den Blick lenken und den Bildern Tiefe verleihen. So wird die Zerreißprobe zwischen Natur, Krieg und Technik spürbar. Diese Kunst ist ein kraftvoller Aufschrei – ein Echo auf die Herausforderungen und Erschütterungen unserer heutigen Zeit.

STATEMENTS der Künstler und Künstlerinnen

Aigerim Beken

Gestisch-expressiv setzt Aigerim die Farben auf rohe Jute, wobei Rot und Schwarz dominieren. Die rohe Jute, der unbearbeitete Grund, wird dabei zum kompositorischen Element, anstatt als Bildträger zu fungieren. Damit vermitteln die Bilder dieser Serie eine politische Botschaft: der Grund (im Sinne von Grund und Boden, Umwelt, Rohstoff) ist essenziell für das Ganze, ist integrierter Bestandteil unserer Lebenswelt, mehr als bloß Hintergrund.

Silvia Bitschnau

Chaos entsteht oft dort, wo wir die Folgen unseres Handelns aus den Augen verlieren. Jeder von uns kann durch richtiges Entsorgen von Abfällen und bewusstes Handeln dazu beitragen, die Natur zu schützen. Nur gemeinsam können wir eine saubere und lebenswerte Umwelt für zukünftige Generationen erhalten.

Michael Bottig

"Entwicklung und Auflösung des Dings und seiner Ordnung" (2017) – Öl und Permanent-Marker auf Wandkarte, 147 × 218 cm; mit Referenz zu Foucaults "Ordnung der Dinge".

„Chaos & Kosmos“ bedeutet nicht die Gegenüberstellung von Unordnung und Ordnung. Entscheidend ist das Dazwischen: jener Augenblick, in dem eine Ordnung ihre Selbstverständlichkeit verliert und gerade dadurch eine andere denkbar wird. DETAILS siehe ethos.at

Silvia Ehrenreich

Das Chaos in Verbindung mit dem Kosmos lässt sich in etwa mit den zwei Seiten einer Medaille vergleichen. Es herrscht wahrnehmbar eine offensichtliche Unordnung in der Ordnung. Diese Anschauungsweisen beinhalten ein Wechselspiel zwischen Geburt, Neubeginn - das Leben und das Sterben. Beide Gegensätze bedingen einander - im Fluss - in Bewegung sein. Das Universum scheint chaotisch, ist jedoch ein harmonisches Ganzes und bedeutet eine grenzenlose Ordnung. Meinem Lebensmotto entsprechend “Leben ist Bewegung und Bewegung ist Leben” habe ich ein passendes Werk für dieses Thema gewählt. Es ist ein Energiebild, welches in seiner abstrakten Erscheinung vielleicht chaotisch wirkt, aber in meinem Kosmos mit Überlegung und Bedachtnahme und energievollem Einsatz entstanden ist.

Reinhard Fuchs

Im Bild „Kosmische Neugeburt“ verschmelzen Mythos und technofuturistisches Horrorszenario. Die Venus-Gestalt steigt aus einer geologischen Spalte auf. Sie ist konfrontiert mit einer gewaltigen Umgestaltung, wo eine dunkle Masse mit unserer Erde kollidiert. Es öffnet sich ein Platinen-Kern als digitaler Schrottplatz unserer Zeit. Das Werk stellt die zeitlose kosmische Ordnung der Natur dar, die auf die zerstörerische Dynamik des menschlichen Anthropozäns trifft. Alles mündet schlussendlich in eine futuristische, digitale Umwandlung.

DETAILS siehe ethos.at

Peter Gastgeber

Der Keim des Unterbewusstseins entwickelt sich zu komplexen Strukturen, um wiederum etwas Neues hervorzubringen. Die Verbindung zwischen Kosmos und Chaos bildet die Grundlage für diesen Wandel.

Friederike Hubatschek (siehe oben)

Helenna Jouja

Die Venus von Kostjonki liegt etwa 1600 Kilometer von „unserer“ Venus von Willendorf. Rund 2500 Kilometer westlich, in Lespugue fand man eine andere üppige Frauenstatuette. Waren das weit verbreitete Schönheitsideale oder Kultfiguren vor 25.000 Jahren? Wie war die Steinzeit wirklich? Nicht so primitiv, wie viele dachten! Drei Venus-Figurinen von West- bis Osteuropa zeugen davon.

Helmut Kand

Kand ist ein Maler von zahlreichen Passagen durch das Land der Wolkengärtner, ein Visueller Alchemist, Vorausträumer und Farbmagier. Platz ist für vieles: Gesehenes, Erahntes, Gewünschtes, Gedankenblitze, Traumchaos und ein Vokabular, das dem Betrachter zugänglich ist, eine Bildsprache, die im archaischen Sinn zeitlos ist.

Solange Keschmann

Die Welt ist bunt mit einer großen Vielfalt an Kulturen, in denen jeder Mensch einzigartig ist. Für dieses schwebende Objekt, das der Schwerkraft zu entkommen scheint, wage ich mich daran eine Idee von Harmonie auf der einen Seite und gutem Willen auf der anderen Seite zu übersetzen. Wenn jeder Mensch Gelassenheit und Harmonie um sich herum erreichen könnte, gäbe es Frieden und Platz für alle in unserer Welt. In diesem Miniaturkosmos verflechten sich die beiden Elemente Metall und Acryl, sie sind mit Aluminium- und Acrylstäben zusammengesetzt und werden von bunten Figuren bevölkert. Ich lade uns ein, über die fragile Situation unserer Welt nachzudenken, über diese bunte und strahlende Welt, in der es Platz für alle geben würde.

Harold Khan

Mit Themen wie Identität, Erinnerung und kulturelle Zugehörigkeit beschäftigt sich Harold Khan. Er ist ein philippinisch-österreichischer bildender Künstler mit singapurischen Wurzeln und lebt in Wien. Sein künstlerischer Stil verbindet realistische Porträtmalerei mit zeitgenössischen Einflüssen und Elementen der Pop-Art.

Gerhard Knolmayer

Im Januar 2026 hat Starlink Pläne für eine Million (!) orbitaler Rechenzentrums-Satelliten eingereicht, die durch optische Verbindungen ein integriertes Netz bilden sollen. Die EU beschleunigt das IRIS2-Programm, das 348 Satelliten vorsieht. Schon heute wird die Zahl der Weltraumtrümmer (einschließlich mindestens 1 cm großer Bruchstücke und Lackpartikel) auf mehr als eine Million geschätzt. DETAILS siehe ethos.at

Stefan Kohlhofer

Es ist immer wieder faszinierend, wie aus Chaos etwas Großartiges entstehen kann. Oft zeigt sich ganz viel auf einmal. Im ersten Moment wirkt alles durcheinander und man kann vielleicht noch gar nichts damit anfangen. Doch nach und nach beginnt sich etwas zu formen. Es entstehen Verbindungen, etwas wird klarer und aus dem Chaos entwickelt sich etwas Neues. So ist es auch oft in meiner Kunst. Vieles entsteht einfach im Tun, aus dem Moment und aus meiner Wahrnehmung heraus. Es ist ein Einlassen – verbunden mit dem Gefühl, wie „angebunden“ zu sein und plötzlich genau zu wissen, was zu tun ist. Ohne vorher zu wissen, wohin es führt. Kosmos bedeutet für mich Weite. Etwas, das wir nicht vollständig erklären oder verstehen können. Und vielleicht müssen wir das auch gar nicht. Manchmal reicht es, sich darauf einzulassen und zu schauen, was sich zeigt.

Tonia Kos

Kontrolle und Zufall gehören zu ihrem Lebenswerk so wie Yin und Yang. Tonia Kos fühlt sich stark angezogen von der asiatischen Kultur – und auch hingezogen. So hat sie in Japan, China (u.a. Art Shanghai) und Korea schon häufig ausgestellt und ist in diesen Ländern die wohl bekannteste österreichische Künstlerin.

Igor Leontjew

Ilona Lesnaya

Kosmos und Chaos bilden keine schlichten Gegensätze, es sind je eigene Zustände des Werdens: Aus dem Ungeformten entsteht Gestalt, während jede bestehende Form für Veränderung offen bleibt. Der Flug Margaritas, ausgelöst durch die Salbe, wird so zu einem Bild für die Bewegung zwischen den Ordnungen – zwischen der vertrauten Welt und einem offenen, unberechenbaren Kosmos. DETAILS siehe ethos.at

Regina Merta

Ein völliger Durcheinander - ein Chaos im heutigen Sinne, obwohl ursprüglich aus dem griechischen ein leerer Raum für Chaos steht, im Cosmos der ursprünglich im griechischen für Ordnung steht. Die Unendlichkeit steht für mich im Vordergrund. Die Erkenntnisse der Relativitätstheorie, der Quantenphysik u.s.w. haben vielleicht durch Singularität eine Grundlage für neue Erkenntnisse neue Wege im Universum, Multiversum Raum geschaffen.   Haben sich die Gesetze, Werte umgedreht? Sind die Elemente im Chaos? Expansion des Universum?   Entsteht eine neue Weltordnung auf unserer Erde durch Krieg und Frieden?

Georg Popper

Ein bisschen verhalten sich Kunst und Architektur so zueinander wie Chaos und Kosmos.

Inspiriert von dem Thema schuf Georg Popper das Triptychon (Tintenzeichnungen)

Masata / Pigmento

„Die Femme fatal ist die fleischgewordene Grenze zwischen Chaos und Kosmos.“

„Der Unheimliche“ verschwimmen die Grenzen zwischen der Ordnung des Kosmos und den Abgründen des Chaos zu einer faszinierenden Bedrohung.“

„Er ist der Suchende, der das eigene innere Chaos ordnen muss, um den ihn umgebenden Kosmos zu verstehen.“

Jewgenij A. Rastorgujew (via Jürgen Maiwald)

Adolf Tuma (siehe oben)

Mina la Verde

Es ist die göttliche Mitte im Wirbel der Schöpfung. Das Gold als Symbol  des Lichtes, des Friedens und der Ewigkeit. Die Wassertropfen, welche ein Chaos auslösen können und den Kosmos selbst in sich tragen. Es entsteht die Synergie von Kosmos und Chaos.

Ljudmila Warlamowa (via Jürgen Maiwald)

Ketsela Wubneh-Mogessie (siehe oben)

Andreas Wurzinger

Christa Zugmayer

„Farbe ist eine Kraft, die die Seele direkt beeinflusst.“ Wassily Kandinsky

“Durch die Vielschichtigkeit der Herkunft, durch die Vielfalt von Ideen, kann Chaos entstehen. Kommunikation bringt Ordnung und der Kosmos wird groß.“ Christa Zugmayer

 

EPILOG des KURATORS

Der Begriff „Chaos“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich „weiter, leerer Raum“ oder „klaffende Leere“ und wird heute für ein völliges Durcheinander verwendet. Also das Gegenteil von Ordnung. In der griechischen Mythologie, insbesondere bei Hesiod, ist das Chaos der ursprüngliche Zustand des Universums, aus dem Gaia (die Erde) und andere Götter hervorgingen. Der Begriff "Kosmos" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Ordnung" oder "Weltordnung", wird heute synonym mit „Universum“ verwendet, dessen Gesetze wir nach Kopernikus und Galilei zu verstehen glaubten. Erkenntnisse der Relativitätstheorie und Quantenmechanik, Theorien über Singularität, Expansion des Universums und Multiversum haben aber Spekulationen über das Weltall und den Weltraum wieder Tür und Tor geöffnet.

„Die Welt“ bezieht sich aber in der Alltagssprache auch auf unseren Planeten Erde. Das weltweite Bevölkerungswachstum, die gravierenden Probleme der Weltwirtschaft und nicht zuletzt die Drohung vor dem nächsten Weltkrieg bewegen uns nicht erst seit 2026. Ob im Kosmos intelligente Wesen existieren, ist eine beliebte Frage unter Spekulanten. In Bezug auf unsere Welt, unseren Planeten, wissen wir bereits: es gibt sie nicht! Zumindest nicht in den Institutionen, die die Politik beherrschen. Aus Sicht unserer Welt, aus Sicht der Weltpolitik kann man für Chaos und Kosmos zwei andere Begriffe als Synonyme verwenden: Krieg und Frieden.

Die Ausstellung Chaos & Kosmos umfasst die interplanetarischen Bereiche ebenso wie die internationalen Themen Krieg & Frieden.

 

 

Banner 2023 1